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Die Umgebung Geschichte

Das Latmos Gebirge bzw. Beparmak im türkischen war mit seinem ca. 1300 meter hohen und von allen Seiten sichtbaren Gipfel schon seit uralter Zeit eine der bedeutendsten Fruchtbarkeitskultzentren Anatoliens. Hier wurde der Anatolische Wettergott zusammen mit einem lokalen Berggott verehrt. Im Laufe der Griechischen Einwanderung nach Kleinasien traten anstelle dieser Gottheiten Zeus und Endimion; nach der griechischen Mythologie die geliebte der Mondgöttin Selene.

Dieser imposante Berg und sein Gipfel hat wohl die Menschen des 6. / 5. Jahrtausends v.Chr. so beeinflusst, dass sie dieses Empfinden auf den Felsenmalereien in den Höhlen dieser Umgebung zum Ausdruck gebracht haben. In den letzten 15 Jahren wurden in unserer Gegend ca. 200 solche Felsenmalereien festgestellt. In diesen Höhlen wurden wahrscheinlich der Wettergott und die Latmischen Götter verehrt.

Eine andere sehr wichtige Kunde der Frühgeschichte unserer Gegend ist die im Jahre 2000 gefundene "Kartusche" des Hethitischen Grosssprinzen Kupanta-Kurintiya. Dieser Herrschersiegel aus Ende des 14. Jh.'s v.Chr ist vermutlich als Grenzstein zu verstehen und markierte die Südliche Grenze des hethitischen Vasallenstaates Mira.

Etwas oberhalb unseres Dorfes, an einem schwer zugaenglichen Hang befand sich die karische Siedlung Latmos; die Vorgaengerstadt des hellenistischen Herakleia. Sie wurde wahrscheinlich waehrend der ionischen Kolonisation Ende des 2. Jt.'s v.Chr. von den aus der Küste vertriebenen Karern gegründet. Typisch für die Bauweise der Haeuser dieser Siedlung ist die Einbeziehung des Felsens. Diese Siedlung wurde etwa 300 v.Chr. verlassen, als Pleistarch; einer der Generaele von Alexander dem Grossen die hellenistische Stadt Pleistarcheia gründete. Der Name Herakleia entwickelte sich spaeter. Um diese Stadt von anderen gleichnamigen Staedten Kleinasiens zu unterscheiden, wurde die Stadt als "Herakleia am Latmos" benannt.

Pleistarch machte Herakleia zur Hauptstadt des von ihm beherrschten Gebiets von Karien. Nach dem Rastersystem des Staedteplaners Hippodamos aus Milet wurde die Stadt zu dieser Zeit maechtig ausgebaut. Die öffentlichen und sakralen Bauten befinden sich um die im Zentrum gelegene grosse Agora. Lange Zeit bildete dieser Platz den Schulhof der vor einiger Zeit verlassenen Dorfsschule. Das Wahrzeichen und Hauptheiligtum der Stadt war der auf einem Felsenvorsprung gebaute Tempel der Athena Latmia.

Seine Eigenschaft als ein heiliger Berg bewahrte der Latmos auch im Mittelalter. Im 7. Jh.n.Chr. hatten hier Mönche, die aus dem Sinai vertrieben wurden, Zuflucht gefunden und haben mehrere Klöster gegründet. Die berühmteste unter denen ist das Stylos Kloster, das dem Paulos dem Jüngeren geweiht wurde. Es befindet sich nahe dem Gipfel des Latmos und ist nur mit einer mühsamen mehrstündigen Wanderung zu erreichen. Wenn Sie keine Lust für so eine lange Wanderung haben, dann empfehlen wir Ihnen das Yediler Kloster; das grösste der erhaltenen Klöster.

Die westliche Kulturwelt wurde über diese Gegend zum ersten Mal nach den Reiseberichten des Englaender R. Pococke aufmerksam, der im Jahre 1740 in seinem Reiseberich die Gegend von Bafa schilderte. Den wesentlichen Beitrag zur Bekanntmachung an die europaeischen Wissenschaftler haben wir wieder einem Englaender, Richard Chandler zu verdanken. Gründliche wissenschaftliche Forschungen wurden ab 1905 von dem Deutschen Theodor Wiegand angefangen, die jedoch bald durch den Krieg unterbrochen wurden. 1974 wurden die Untersuchungen von Anneliese Peschlow- Bindokat übernommen und fortgesetzt.

Die Gegend von Bafa See gehört zugleich zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten der Türkei und wurde 1994 als "Naturpark" erklaert. Bis in die römische Zeit hinein war der See eigentlich ein Golf des Aegaeischen Meeres und Herakleia am Latmos war ein bedeutender Haefen des breiten Hinterlande . Die Aluvionen des Flusses Meander haben im Laufe der Zeit die Verbindung dieses Latmischen Golfes zum offenen Meer blockiert und sodurch bildete sich dieser See. Abgesehen von einigen Baechen und Quellen speist auch heute der Meander den See mit seinem Wasser waehrend den Überschwemmungen im Frühjahr. Der tiefste Punkt ist der See ist 25 m; doch ist die Wassertiefe an dem See im Bereich von ca 1-2 meter. Auf dem See befinden sich vier Inseln. Die Westküste ist ein Sumpfgebiet und ziemlich seicht . Der Serçin See, der als eine kleine Buchtung nach norden bildet, ist beswonders reich an Planktonen und Wassergewaechsen.

Als der Meander früher mehr Wasser führte, wurde der See gut gespeist und manchmal verbindete sich sogar der See mit dem Meander. Um die Grundstücke zwischen der See und dem Fluss für Baumwolleanbau zu bewerten, wurde 1985 ein langer Damm gebaut. Der See gehörte früher einem Privateigentümer und all die Fischereiaktivitaeten waren unter seinem Monopol. 1978 wurde der See verstaatlicht ind die Fischerei wurde von Bauerngenossenschaften übernommen. Auf dem Kanal, der die Verbindung der See mit dem Meander bildet, befindet sich eine einfache Fischreusenanlage.

Um den See herum sind Tamarisken, Olivenheine und Kiefernwaelder. Der Bafa See bilden zusammen mit der Delta des Meanders ein ökologisches System und dient vielen Zugvögeln als ein geeignetes Brüt- und Überwinterungsort..

Rancho La Peregrina
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